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Sampling an Hochschulen: So erreichst du die Gen Z

Reon Schröder
Reon Schröder
|February 26, 2026

72 % der Gen Z nutzen Adblocker. 65 % skippen jede Werbung innerhalb von 3 Sekunden. Aber ein kostenloses Produkt, das ihnen persönlich in die Hand gedrückt wird? Das nehmen 9 von 10 an. Hochschul-Sampling ist einer der effektivsten Kanäle, um 18- bis 25-Jährige zu erreichen. Wenn du es richtig machst.

Warum die Hochschule der perfekte Sampling-Ort ist

Hochschulen bieten etwas, das kein anderer Standort kann: eine konzentrierte, homogene Zielgruppe an einem festen Ort. An der Universität Zürich sind täglich 25'000 Studierende auf dem Campus. An der ETH 20'000. An der ZHAW in Winterthur 13'000. Das sind keine zufälligen Passanten. Das sind 18- bis 28-Jährige mit überdurchschnittlicher Kaufkraft (ja, Studierende haben Kaufkraft, sie geben CHF 600 bis 1'200 pro Monat für Konsum aus).

Die Verweilzeit ist hoch. Zwischen zwei Vorlesungen sitzen Studierende 30 bis 90 Minuten in der Mensa, im Innenhof oder in der Bibliothek. Sie haben Zeit, dein Produkt zu probieren. Und sie reden darüber. Gen Z ist die Generation, die alles teilt. Ein cooles Sampling-Erlebnis landet auf Instagram, TikTok und in Gruppenchats.

Noch ein Vorteil: Early Adopter. Studierende probieren Neues. Sie sind weniger markenloyal als ältere Zielgruppen und offener für unbekannte Produkte. Wenn du einen Produktlaunch planst, ist die Hochschule der perfekte Testmarkt.

Gen Z verstehen: Was bei dieser Zielgruppe funktioniert

Gen Z (geboren 1997 bis 2012) tickt anders als Millennials. Drei Dinge musst du wissen:

1. Authentizität ist Pflicht. Gen Z erkennt Marketing sofort. Und hasst es. "Entdecke das neue Geschmackserlebnis!" kommt nicht an. "Hey, magst du probieren? Ist ziemlich gut." schon. Der Ton muss echt sein, nicht poliert.

2. Werte zählen. Nachhaltigkeit, Fairness, Diversität. Das sind keine Buzzwords für Gen Z, das sind Kaufkriterien. Wenn dein Produkt in Plastik verpackt ist und du es auf dem Uni-Campus verteilst, bekommst du Kommentare. Bereite dein Team darauf vor.

3. Erlebnisse schlagen Produkte. Ein Sample allein ist nett. Ein Sample plus ein Selfie-Moment, ein kleines Spiel, eine Überraschung? Das wird geteilt. Und ein geteiltes Erlebnis ist 10x mehr wert als ein verteiltes Sample.

Was nicht funktioniert: Flyer. Niemand unter 25 nimmt einen Flyer an. Corporate-gebrandete Roll-ups. Aufwändige Erklärungen. Alles, was nach "Marketing-Aktion" aussieht, wird gemieden.

Genehmigung und Planung

Du kannst nicht einfach auf einen Campus spazieren und Produkte verteilen. Jede Hochschule hat Regeln, und die sind strenger, als du denkst.

Anfrage-Prozess: Kontaktiere die Hochschulverwaltung oder das Facility Management. ETH und Uni Zürich haben eigene Formulare für kommerzielle Aktionen. Fachhochschulen (ZHAW, FHNW, HWZ) sind meist unkomplizierter.

Vorlauf: 4 bis 8 Wochen. Im Herbstsemester (Start September) ist die Nachfrage am grössten, plane also früher.

Typische Einschränkungen:

  • Nur im Aussenbereich (keine Verteilung in Hörsälen oder Bibliotheken)
  • Keine Lautsprecherdurchsagen
  • Keine Blockierung von Durchgängen
  • Tabak- und Alkohol-Sampling oft verboten
  • Standgebühr: CHF 200 bis 800 pro Tag (je nach Hochschule)

Alternative: Kooperiere mit der Studierendenorganisation (VSETH an der ETH, VSUZH an der Uni). Die haben Zugang zu Flächen, dürfen Aktionen organisieren und erreichen die Studierenden über ihre Kanäle. Kostet oft weniger als der offizielle Weg und wirkt authentischer.

Timing: Dienstag bis Donnerstag, 10 bis 14 Uhr, während der Vorlesungszeit. Nicht in den Semesterferien, nicht in der Prüfungsphase (da sind alle gestresst), nicht am Montagmorgen.

Die richtige Ansprache: Peer-to-Peer statt Corporate

Der wichtigste Erfolgsfaktor bei Hochschul-Sampling: dein Team. Setze Promoter ein, die selbst zur Zielgruppe gehören. Studierende oder junge Absolventen, 20 bis 26 Jahre alt, locker, kommunikativ, authentisch.

Ein 45-jähriger Promoter in Coop-Uniform funktioniert im Detailhandel. An der Uni ist das ein Fremdkörper. Die Studierenden gehen an ihm vorbei. Ein 23-jähriger Student, der selbst begeistert vom Produkt ist und "Hey, hast du das schon probiert?" sagt, hat eine Ansprache-Quote von über 60 %.

Die Ansprache muss kurz sein. Drei Sätze maximal:

  • Satz 1: Kontakt herstellen ("Hey, magst du was probieren?")
  • Satz 2: Produkt erklären ("Das ist [Produkt], [ein Satz warum es cool ist].")
  • Satz 3: Call to Action ("Wenn's dir schmeckt, gibt's das bei Coop." oder "Scan den Code für einen Rabatt.")

Kein Skript. Keine auswendig gelernten Sätze. Das Briefing gibt die Stossrichtung vor, aber jeder Promoter formuliert in seinen eigenen Worten. Das ist entscheidend. Gen Z merkt sofort, wenn jemand einen Text aufsagt.

Best Practices aus 50+ Hochschul-Aktionen

Wir haben bei PROMOKANT in den letzten 3 Jahren über 50 Sampling-Aktionen an Schweizer Hochschulen durchgeführt. Hier sind die Learnings:

Gebrandete eCargo Bikes statt Klapptisch. Wir setzen unsere eigenen eCargo Bikes als mobile Sampling-Stationen ein. Die sind auffällig, instagrammable und flexibel. Du kannst sie auf dem Campus bewegen und dahin fahren, wo gerade die meisten Studierenden sind. Ein statischer Tisch verpasst die Mittagswelle, die von der Mensa zur Bibliothek zieht.

Gamification einbauen. Ein Glücksrad, ein Quiz auf dem Tablet, ein Social-Media-Challenge. Alles, was Interaktion erzeugt, erhöht die Verweildauer und die Sharing-Rate. Wir haben bei einer Energy-Drink-Aktion an der ZHAW ein TikTok-Challenge eingebaut: "Zeig dein bestes Lerngesicht." 340 Videos in 3 Tagen, 120'000 Views organisch.

Zeitfenster beachten. Die Mittags-Peak (11:30-13:30) bringt 60 % aller Kontakte. Morgens und nachmittags ist es ruhiger. Setze zur Peak-Zeit alle Promoter ein, morgens und nachmittags reicht die Hälfte.

Verpackung matters. Nachhaltige Verpackung ist an der Uni kein Nice-to-have. Wenn Studierende dein Produkt probieren und dann die Plastikverpackung kommentieren, hast du ein Problem. Kommuniziere proaktiv, was du in Sachen Nachhaltigkeit tust.

Follow-up digital. QR-Code zum Instagram-Profil, Rabatt-Code für den Online-Shop, Spotify-Playlist der Marke. Gib den Studierenden einen Grund, nach dem Sampling mit deiner Marke in Kontakt zu bleiben.

Messung und Social-Media-Effekt

Hochschul-Sampling hat einen Effekt, den andere Kanäle nicht bieten: organische Social-Media-Reichweite. Wenn dein Sampling-Erlebnis teilenswert ist, posten Studierende von sich aus. Das ist unbezahlte Werbung in der Zielgruppe.

Messe diese KPIs:

  • Direkte Kontakte: Wie viele Samples verteilt? Wie viele Gespräche geführt?
  • Social Mentions: Wie oft wird deine Marke auf Instagram, TikTok, LinkedIn erwähnt?
  • QR-Code-Scans: Wie viele Studierende haben den Code gescannt?
  • Conversion: Wie viele Rabattcodes wurden eingelöst?
  • Earned Media Value: Was wäre die organische Reichweite als Paid Media wert?

Mit Echtzeit-Reporting mit kyoX erfassen unsere Promoter Kontakte, Feedback und Standort-Daten in Echtzeit. Du siehst live, wie deine Aktion läuft, und bekommst nach der Aktion einen vollständigen Report mit Fotos, Zahlen und qualitativen Insights.

Ein Beispiel: Bei einer Aktion für einen Kaffee-Hersteller an der Uni Zürich haben wir 4'200 Samples in 2 Tagen verteilt. Kosten: CHF 5'800. Organische Reichweite auf Social Media: 85'000 Impressions. Earned Media Value: CHF 12'000. Die Aktion hat sich allein über den Social-Media-Effekt mehr als doppelt bezahlt gemacht.

Du willst Gen Z auf dem Campus erreichen? Jetzt Projekt besprechen.

Frequently asked questions

Darf ich auf dem Uni-Campus samplen?

Ja, aber du brauchst die Genehmigung der Hochschulverwaltung. ETH und Universität Zürich haben eigene Antragsformulare. Vorlauf: 4 bis 8 Wochen. Manche Unis erlauben nur im Aussenbereich.

Welche Produkte funktionieren bei Studenten?

Getränke (Energy Drinks, Kaffee, Eistee), Snacks, Körperpflege und digitale Produkte (Streaming, Apps). Alles, was zum studentischen Alltag passt und sofort nutzbar ist.

Wann ist die beste Zeit für Sampling an der Uni?

Dienstag bis Donnerstag, 10 bis 14 Uhr während der Vorlesungszeit. Montag und Freitag haben geringere Frequenz. Prüfungsphasen und Semesterferien meiden.

Wie spreche ich Gen Z bei einer Sampling-Aktion an?

Authentisch, kurz, nicht aufdringlich. Kein Marketing-Sprech. Peer-to-Peer funktioniert am besten. Setze junge Promoter ein, die selbst studieren oder kürzlich studiert haben.

Reon Schröder
Reon Schröder

Managing Director bei PROMOKANT. Verantwortlich für Strategie und digitale Transformation.

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